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Der Indonesientrip - Jakarta / Java


Mitte August starteten wir mit vollgepackten Rucksäcken und voller Neugierde unsere Reise durch Indonesien.

Mit dem Flugzeug ging es von Frankfurt über Doha nach Jakarta, wo wir in den nächsten Wochen die Orte Yogyakarta, Bandung, Borobudur & Prambanan, Malang, den Bromo, Banyuwangi, Bali mit Denpasar, Kota, Lovina Beach und schlussendlich die Insel Lombok besuchten. 


Courtesy of www.AirPano.com



Nach Ankunft in der indonesischen Megacity, machten wir uns bei gräulichem Wetter, oder ehr gesagt bei Smogalarm und feuchttropischen Temperaturen auf, um die indonesische Hauptstadt zu erkunden. 

Unser erstes Ziel war Alt-Jakarta, mit dem geschichtsträchtigen Stadtteil Kota und seinen ehemals kolonialen Vierteln. ( Anmerkung: Seit dem 27. Dezember 1949 ist der Inselstaat Indonesien von den Niederlanden unabhängig.) Hier in Kota, einen beliebten Touristenort, fanden wir gute und zahlreiche Restaurants, die uns die ersten indonesischen Spezialitäten servierten. 

 





























Mein absolutes Geschmackshighlight in der indonesischen Küche ist Mie Goreng, Lalapan Goreng, Saté, Nasi Jampur und Nasi Goreng oder die leckere Basko-Suppe.

Grundsätzlich ist die indonesische Küche sehr gesund, da die Gerichte Reis-, Gemüse-, Fisch- und Geflügellastig sind. Viele unterschiedliche Gewürze rund den Geschmack ab, dem Koch jedoch sollte man zu verstehen geben, wie scharf man sein Gericht möchte. Denn ansosnten kann es auch schon mal vorkommen, dass einem der Sauerstoff wegbleibt und das sinnliche Mundhöhlen-Gleichgewicht nur über einen Liter Milch wiedererlangt wird.

Himmlischer Geschmack und höllischer Geruch, sind zwei Wörter die bestens den Speisevorgang der Durian-Frucht beschreiben. Sei mutig und lass Dich auf dieses Abenteuer ein. (Insiderwissen: Viele Hotels und Fluglinien lassen es nicht zu, das deren Gäste die Frucht mit aufs Zimmer oder an Board mitnehmen.) Guten Appetit und Nase zuhalten! :-)

Nach dem kleinen "Happen" besuchten wir den Fatahillah Platz und das dort befindliche Stadhuis, was heute als Jakarta-Museum dient. Hier werden verschiedene Mobiliare und Gemälde aus der Kolonialzeit ausgestellt, wobei im Kerker des Hauses von anno dazumal die Gefangen verwahrt wurden. Der Eintritt ist sehr günstig - aber man darf auch keine großen Dinge erwarten.

 




 





















Östlich des Platzes, befindet sich das Haus der Bildenden Kunst, mit dem dazugehörigen Keramikmuseum. In den Räumlichkeiten werden indonesische Malereien und exklusive Keramikprodukte aus verschiedenen asiatischen Ländern ausgestellt. 
Etwas Abseits, in der Pintu Besar Utara Strasse, befindet sich das wunderbare Museum der Schattenspielkunst, was für deren Fans sicherlich ein lohnender Besuch ist.

Vom großen Platz aus, zogen wir weiter in die Randgebiete Jakarta `s, wo wir später mit der Motorradrikscha zum bekannten Sunda Kelapa - dem historischen Frachtenhafen fuhren.

Auf dem Weg dorthin begegnete uns immer wieder die brutale Armut der Bevölkerung, sowie große und kleinere Slumgebiete. Jakarta ist der Wirtschaftsmotor des südostasiatischen Raumes und mit 13 Millionen Einwohnern die größte Stadt Indonesiens. Kein Wunder, das bei dem was wir sahen, Schätzungen zufolge 20-25 % der Menschen unter der Armutsgrenze leben.  



 































Im Hafen angekommen, stehen wir vor der weltweit größten noch tauglichen Flotte von Lastensegelschiffen. Von hier aus werden die Kolosse mit unterschiedlichsten Gütern beladen und laufen in eine Vielzahl von asiatischen Ländern aus. Die Dockarbeiter arbeiten für eine Handvoll Münzen und leisten geradezu einen Knochenjob beim be- und entladen bzw. restaurieren der Schiffe. 

Vom traditionellen Hafenteil Sunda Kelapa setzen wir mit einem kleinen Boot zum nahegelegenen Seefahrer- und Fischerslum über. Balancierend überqueren wir die ersten Holzflanken und erreichen die mit Wimpeln geschmückten Gassen, wo viele kleine Shops Köstlichkeiten anbieten. Fischig, mit intensiven Gerüchen geht es in der Morgenstunde am Fischmarkt (Pasar Ikan) zu, wo buntes Treiben und  beste Basarmentalität herrscht .   



 

















 





Auf unserem Rückweg begegneten uns immer wieder sehr herzliche Menschen, die uns in deren Hinterhöfe einluden, um ein bissel zu quatschen oder nach einem kleinen Obolus fragten. Natürlich fand die Kommunikation nur unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen statt - Spaß hatten wir dabei aber allemal.

Draußen auf der Strasse herrschte derweil ständiges Gehube der fortwährenden Autokarawannen. Man hatte dabei das Gefühl, das Jakarta im Stau und im Dreck versinkt. Letzteres wird noch schlimmer, wenn der große Monsunregen einsetzt, denn dann treten die Flüsse über und schwemmen jenes hervor, was keiner sehen noch riechen will. Viele Häuser sind dann vom Einsturz bedróht und verschärfen die Lage der Indonesier.









Am letzten Tag unseres 3-tägigen Aufenthaltes spazierten wir nochmals über den Merdeka Square - dem sogenannten Freiheitsplatz. Hier spielt sich das Leben der Supermetropole ab, da Verliebte, Nachdenkliche, Jogger und Touristen aufeinandertreffen, um im Park eine gute ruhige Zeit zu verleben. Inmitten der Anlage steht ein 137 m hoher Obelisk, an dessen Spitze eine aus 32 kg Blattgold verzierte Flamme steht.
  
In unmittelbarer Nähe der Anlage befinden sich das Nationalmuseum (ein absolutes Muss für Ethnologen), der Governeurspalast und viele parkende Pferdekutschen, die zu einer romantischen Tour einladen. (Achtung - das Abzockrisiko bei dieser Art der Unternehmung ist sehr hoch. Verhandelt im Vorfeld den Preis der Fahrt und lasst diesen am besten auf ein Stück Papier bestätigen.)

Auf unseren letzten Kilometern durch Jakarta besuchten wir noch unterschiedliche Märkte, wobei uns der Vogelbasar in Pasar Burung und der Flohmarkt in der Jalan Surabaya besonders ans Herz gelegt wurden. Aufgrund treibenden Hungers und kleineren Kräfteverlusten zogen wir jedoch ein Restaurant in der Nähe unseres Hotels vor. Beim Dinner vergegenwärtigten wir uns, das Jakarta eine Stadt ist, der man sich mit Respekt nähern sollte, denn sie ist in der Lage einen durch deren Größe und Unberechenbarkeit zu verschlingen. Anderweise findet man soviel Neues und Aufregendes in der indonesischen Kultur und deren Menschen vor, das ich jeden einen Ausflug von 2 - 3 Tagen in dieser Metropole empfehlen würde.  

 
 

Christlicher Ausblick.


In Jakarta gibt es eine Deutsch Evangelische Kirchengemeinde, die zweimal im Monat einen Gottesdienst abhält. Grundsätzlich kann man zur Lage in Indonesien sagen, das die Spannungen der letzten Jahren unter den verschiedenen Religionen zugenommen haben und Konflikte, bis hin zu Terroranschlägen gegen Christen und Kirchenniederbrennungen, vorherrschen.

Fakten: In Jakarta leben über 80 % Muslime meist Sunniten, etwa 10% Christen und round about 4% sind Hindus oder Buddhisten.

Interessanter Link: mission-21.org


Nützliche Tipps

  • Vom Flughafen gelangst Du am günstigsten mit dem Bus der Gesellschaft DAMRI in die Stadt. Abfahrt ist direkt vor den Terminals.
  • Wenn Du Taxis bevorzugst, nimm die der Firma Blue-Bird. Stecke Dir immer passendes Kleingeld in die Hosentaschen, denn die Taxifahrer geben nie Wechselgeld raus. 
  • Die Touristenpolizei findest Du im Jakarta Theatre Building, Jl. M. H. Thamrin 9, Meteng Tel.: 021 56 60 00
  • Deutsche Botschaft / Konsulate: Jl.M.H. Thamrin 1, Jakarta, Tel.: 021 39 85 50 00
  • Das Visa on Arrival ist für 30 Tage. Kosten ungefähr 30-40 $ 
  • Sate Khas Senayan ist ein traditionelles Restaurant der indonesischen Küche. Adresse: Sate Khas Senayan - Jl. Kebon Sirih Raya, Meteng
  • Gehobene kulinarische Ansprüche werden im Lara Djonggrang, Jl Teuku Cik Ditiro 4 befriedigt. 
  • Auf Märkten ist es üblich zu handeln und die Ware genau zu begutachten. 
  • Reiseknigge: Konfliktvermeidung - Streben nach Harmonie in jeder Lage, der Gegenüber möchte sein Gesicht wahren. Trinkgelder sind kein Muss aber werden gerne gesehen. Servicepersonal sollte man 1000-4000 Rp zustecken, denn meistens ist es deren einzigste Einnahmequelle. Orientierung 5% - 10 % Trinkgeld im Restaurant.
  • Beste Reisezeit ist von Mai - September. 
  • Wenn Du mit dem Zug weiter durchs Land reisen möchtest, dann fahr mit den klimatisierten Nacht-Expresszügen von der Jakarta Kota Station, Jl. Stasiun 1, in Kota ab. (Züge fahren von hier aus nach Yogyakarta, Surakarta, Surabaya, Argo Bromo, Cirebon, Semarang. Von der Gambir Station (Jl. Medan, Merdeka Timur) fahren Schnellzüge nach Yogyakarta, Madiun, Surakarta, Bogor und Bandung.
  • Achtung in den klimatisierten Zügen wird es teilweise richtig kühl, so das Du immer wärmere Sachen griffbereit haben solltest.
  • Wer mobiles Internet nutzen möchte sollte sich Bolt zulegen.
  • Man weiß nie was man in dieser Stadt so alles in der Hand hält - deswegen steckt immer Desinfektionsspray ein.
  • Eine gute Unterkunft der Mittelklasse findest Du im "heimisch feinen" Cipta Hotel 
  • Kostenbewusste Backpacker sollten sich mal die Packer Lodge anschauen
 
Hier findest Du unsere Auswahl an guten Reiseführern für Jakarta & Indonesien

 
 
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