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Kapstadt in 2 Tagen – die schönsten Plätze in der Mother City


Kapstadt, das sind Berge! Kapstadt, das ist Meer! Kapstadt, das ist eine bunte Stadt. Kapstadt ist eine atemberaubend vielfältige Metropole- zum Leben, zum Urlauben und zum Genießen. Ein Wochenende in Kapstadt fühlt sich meist an, wie ein Kurzurlaub. In 2 Tagen durch Kapstadt, voller Berge, Meer und Metropole!

Kapstadt, Tag 1

Der Samstag startet früh, denn wir wollen einen Berg besteigen – den 663 Meter hohen Lion’s Head. Bei sommerlichen Temperaturen um 30 Grad am Tag besteigt man den Berg am besten früh am Morgen. Wir fahren mit unserem alten Benz die Straße zwischen Kapstadts Innenstadt und dem Berg hoch, mehrere Kilometer, bis wir über die Signal Hill Road oben angelangen. Die Anhöhe hat die Form eines Löwen, mit Lion’s Head als Löwenkopf und Signal Hill als Löwenrücken. Um den Berg über den Rücken zu besteigen, fahren wir die schmale Straße bis ans Ende auf die Aussichtsplattform des Signal Hills. Vor uns liegt die Tafelbergbucht mit Robben Island in ihrer Mitte – die Insel, auf der Nelson Mandela gefangen gehalten wurde.





 

Der Wanderweg Richtung Lion’s Head startet direkt an der Aussichtsplattform. Über einen schmalen Weg wandern wir über den Rücken des Berges. Zu unserer Rechten der Atlantik, zu unserer Linken Kapstadts Innenstadt, vor uns grüne Wiesen, gelbe Blumen und Tiere. Möwen fliegen über unsere Köpfe, Schildkröten und Skorpione kreuzen unseren Weg. Der Weg über den Rücken des Berges verläuft noch ebenerdig, auf halbem Weg kommen wir an einer Moschee vorbei, mitten auf einem Berg in Kapstadt.


Courtesy of www.AirPano.com



Nach knapp 30 Minuten erreichen wir den Lion’s Head und der Wanderweg geht nun etwas steiler hinauf. Hier wird es  steiniger und und der Pfad führt uns mehrmals um den Berg herrum. Zu jeder Zeit bietet sich ein atemberaubender Blick auf Kapstadt, das Meer und den Tafelberg mit der Bergkette der “12 Apostel” hinter ihm. Der Weg führt über steinige Abschnitte, die durch mehrere Leitern verbunden sind. Auf mehreren Bänken und kleinen Aussichtsplattformen kann man eine Pause einlegen und die faszinierende Aussicht genießen. Nach 1,5 Stunden haben wir unser erstes Ziel für heute erreicht- die Spitze des Lion’s Heads, die einen Rundumblick über Kapstadt bietet. Die Stadt, das Meer und der Tafelberg aus fast 700 Metern Höhe. Hier oben begreift man, warum dieser Ort einzigartig ist. Bevor es wieder runtergeht, wird bei einem Picknick die Aussicht genossen.





 

 

Die Wanderung auf den Lion’s Head ist sehr einfach und kann von Jedem geschafft werden. Lockere Kleidung und Turnschuhe sind hier am hilfreichsten, und etwas Wasser und Snacks im Rucksack – denn der Weg ist das Ziel.

Unsere nächste Etappe ist einer der beliebtesten Strände am Kap – Camps Bay. Wir fahren vom Signal Hill aus die Straße weiter, die wir zuvor hochgefahren sind – Richtung Camps Bay. Der Atlantik zu unserer Rechten, zu unserer Linken der Tafelberg, der vor Kapstadt thront. Der Weg runter zum Strand führt an zahlreichen Villen vorbei. Camps Bay ist eine der reichsten Gegenden Südafrikas, mit einer hohen Dichte an Millionären. Der Strand liegt direkt vor einer noblen Promenade mit Restaurants, Bars und Hotels. Auch Souvenirs können hier gekauft werden. Die Grünfläche neben dem Sandstrand lädt zum Picknicken ein, der Strand zum Faulenzen oder Volleyball und Frisbee spielen. Hinter Camps Bay liegt der Tafelberg in seinem rot-braunen Mantel. Wir setzen uns in ein Café an der Promenade und schauen auf den Atlantik. An der Küstenstraße vor uns reiht sich eine Palme an die nächste, es riecht nach Meer und Sand – der perfekte Ort für unser Mittagessen.





 

Wenige hundert Meter von Camps Bay entfernt, immer der Küstenstraße entlang, liegt der nächste Strand – Clifton Beach. Clifton hat vier Sandstrände, zu denen man von der Küstenstraße aus über zahlreiche Treppenstufen hinunterläuft. Wir steigen die Treppen hinab, mit Handtuch und Sonnenhut in den Händen, vorbei an den schmucken Küstenhäusern. Auch dieser Strand gehört zu den schönsten Ecken Kapstadts. Hier legen wir uns eine Weile ans Meer, genießen die Aussicht und schmieren uns etwas Sonnencreme ins sandige Gesicht. Bei 30 Grad kommt auch der Sonnenschirm ganz gelegen. Das Meerwasser ist hier auf Grund der kalten Atlantikströmung relativ kühl und eignet sich so nur zu einer kurzen Abkühlung.



 

Nachdem wir genug in der Sonne gefaulenzt haben, geht es weiter auf der Küstenstraße, am Atlantik entlang. Die Straße führt uns durch den Stadtteil Seapoint. Zu Beginn von Seapoints Promenade steht das Freibad Seapoint Pools, welches als eines der schönsten Freibäder der Welt gilt. Bei einem Bad im Pool hat man hier, für nur knapp 1,50 Euro Eintritt, den Atlantik und den Lion’s Head im Blick.



 



Seapoints Promenade hat einen kilometerlangen Fußgängerweg zwischen Atlantik und Beach Road, mit einer riesigen Grünfläche. Seapoints Promenade wird gerne von Familien und Joggern aufgesucht. Bei etwas Wind peitschen die Wellen des Atlantiks an die Promenade und sorgen für eine frische Brise in der Nase. Ein paar Meter die Straße hoch liegt Seapoints Hauptstraße, mit vielen Restaurants und Geschäften.

 





Wir fahren nun Seapoints Promenade entlang und kommen dabei am Greenpoint Stadium vorbei, in dem 2010 WM-Spiele stattgefunden haben. Wenige hundert Meter vom Stadion entfernt liegt die Waterfront – unser letzter Stop für heute. Die Waterfront bietet ein Einkaufszentrum und zahlreiche Bars und Restaurants direkt am Hafen. Es ist etwas touristisch hier, doch gehört die Waterfront auf den Plan eines Kapstadtbesuchs. Und für den europäischen Geldbeutel ist Shoppen in Kapstadt momentan sehr günstig. An der Waterfront treten zudem viele traditionelle afrikanische Gruppen auf und machen den Hafen zu einem bunten Platz. Wir schlendern durch den Hafen, vorbei an Piratenbooten und Segelschiffen. In einem Restaurant, mit Blick auf die Schiffe im Hafen, lassen wir unseren ersten Tag in Kapstadt ausklingen. Wir bestellen uns frischen Fisch mit Pommes und können nach diesem wunderschönen Tag schon einen kleinen Sonnenbrand auf unseren Schultern entdecken. Morgen geht es weiter.

 



Auch der Sonntag startet früh, um so viel wie möglich vom Kapstadt sehen zu können. Bei knapp 25 Grad und ein paar Wolken spielt auch das Wetter mit. Wir fahren mit unserem Benz erneut die Kloof Nek Road zwischen Signal Hill und der Innenstadt hoch. Doch heute biegen wir nach links Richtung Tafelberg ab. Eine kurvige Straße führt uns hoch zur Tafelberg Road. Von hier aus können wir die Gondel bis zur Spitze des Tafelbergs nehmen. Gut, dass wir unsere Tickets online bestellt haben, so dass wir nicht in der Schlange am Ticketschalter stehen müssen. Bereits die Aussicht aus der Gondel sorgt bei uns bereits für eine Gänsehaut.





Auf dem 1084 Meter hohen Berg dürfen wir eine unglaublich faszinierende Pflanzenwelt bewundern und auf Kapstadt hinunterblicken. Der Tafelberg wurde aus gutem Grund zu einem der neuen Weltwunder gewählt. Wer möchte, kann den Tafelberg auch hinaufwandern.

Wieder mit der Gondel unten angekommen, fahren wir die Tafelberg Road weiter bis ans Ende. Hierhin verirren sich nur wenige Touristen. Wir schauen weiterhin auf Kapstadt hinab. Von hier aus wandern wir auf einem schmalen Weg über grüne Hügel einige Minuten zum Deer Park hinunter. Der Park liegt in einem Wald und grenzt direkt an den Tafelberg. Es ist einer der weniger bekannten Parks in Kapstadt und wird nicht von Touristen überrollt. Es ist herrlich idyllisch. Einige Besucher sind mit ihren Hunden hier, andere joggen. Wir überqueren mehrfach einen kleinen Bach, der dem Tafelberg entspringt und hier ins Tal hinab fließt. Wir gehen eine Weile durch den Wald und lassen Kapstadt auf uns wirken.



 

 

Vom Park aus sind es nur wenige Minuten in die Innenstadt. Wir besuchen nun Kapstadts buntesten Stadtteil, Bo-Kaap. Bo-Kaap ist für seine bunten Häuser berühmt. Der Ort hat eine bedeutende Geschichte. Früher wurden hier Sklaven in grauen Häusern gehalten. Sklaven, die noch dazu graue Kleidung tragen mussten. Nach dem Ende der Sklavenzeit wurden viele Häuser von den Bewohnern bunt gestrichen. Und so sehen wir hier grüne, gelbe und rote Hauswände. Wir schlendern durch den Stadtteil und schießen ein paar bunte Fotos. Im Bo-Kaap Museum können wir mehr über die Geschichte dieses speziellen Stadtteils erfahren. In dieser Gegend ist auch die orientalische Küche zuhause. Wer Curry mag, muss hier ein Cape Malay Curry probieren. Lecker!

 

 

Wenige Gehminuten von Bo-Kaap liegt der Greenmarket Square. Auf diesem Marktplatz stehen täglich unzählige Verkaufsstände. Afrikanische Figuren, Schnitzereien, T-Shirts und Wandbilder. Wer noch ein paar Geschenke für die Lieben in der Heimat sucht, könnte hier fündig werden. Wichtig ist es, dass man hier beim Kauf verhandeln sollte. Verkäufer bieten ihre Ware gerne etwas teurer an, so dass man den Preis unbedingt herunterhandeln sollte. Auch in der angrenzenden Fußgängerzone kann das ein oder andere Urlaubsouvenir geschossen werden.







Wir fahren nun etwas aus der City raus Richtung Norden an der Atlantikküste entlang, vorbei am Hafen Kapstadts. Der Strand, der diesen Küstenabschnitt ziert, ist der Milnerton Beach. Hier kommen eher die Einheimischen hin, zum Joggen, im Sand buddeln oder um mit dem Hund spazieren zu gehen. Besonders beliebt ist der Strand bei Sonnenuntergang. Im Sommer kann man von hier aus die Sonne hinterm Lion’s Head untergehen sehen. So setzen wir uns in ein Strandrestaurant am Strandabschnitt Woodbridge Island. Bei einem leckeren Essen mit Wein schauen wir auf das Meer hinaus. Das Wasser kommt fast bis an den Zaun des Restaurants, im Meer drehen ein paar Surfer ihre Runden.







 

Der letzte Stop unseres Sonntagstrips befindet sich knapp 10 Kilometer weiter die Küste entlang – Big Bay. Direkt an der Küste setzen wir uns in eine Bar. Unter unseren Tischen können wir unsere Füße ins Wasser stellen. Wir sitzen genau auf der anderen Seite der Tafelbergbucht und blicken auf Kapstadts City. Auf all die Orte, die wir besucht haben – den Tafelberg, Seapoint, den Lion’s Head und Milnerton Beach. Der perfekte Abschluss eines sonnigen Tages in Kapstadt, der Mother City.



 



Tipps

Es gibt so viele tolle und faszinierende Orte in Kapstadt. Meine Auswahl ist ein Mix aus Bergen, Meer und City. Diese Orte gehören zu meinen Lieblingsplätzen und können gut in zwei Tagen abgefahren werden.

Mehr von mir gibt es in meinem ebook “joweberamkap: Meine Auswanderergeschichten aus Kapstadt ” auf Amazon.de

 
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Christlicher Exkurs


In Südafrika wirst Du viele Menschen mit einem christlichen Glauben finden. Viele besuchen eine protestantische Kirche. Jedoch die Mehrheit der Südafrikaner gehört einer der "Unabhängigen Schwarzen Kirchen" an, von denen es mehrere Tausend gibt. Darunter fallen  Freie Gemeinden, aber auch Kirchen in denen der Ahnenkult eine große Rolle spielt. Anfangs ist es nicht leicht festzustellen, welche Glaubensvorstellungen vertreten werden. Eine sicherlich interessante Adresse für einen deutschsprachigen Gottesdienst ist die der Evangelischen Stadtmission.

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