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Kapverden


Die Kapverden, immer noch (fast) ein Geheimtipp, denn die Reisenden müssen sich diese vielfältige Inselwelt immer noch selbst erschließen, müssen aktiv werden, sich einlassen auf das Land um die Armut zu verstehen und den Reichtum zu erkennen; die inneren Saiten spannen, um Gefühle und Musik aufzunehmen und mitzuschwingen in der fremden Kultur.
 
Auf den Kapverden gehen die Uhren anders, denn wie sagt das Sprichwort, die Europäer haben die Uhren, aber die Kapverder haben die Zeit. Zeit um mit den Menschen um sie herum zu reden, allerdings auf kreolisch bzw. dem in Europa wenig gewohntem Portugiesisch.
 
Es ist ein (fast) idealer Ort, um aus der europäischen Hektik zu entfliehen in eine angenehme und gelassene Natürlichkeit, in ein Land mit herzlichen Menschen, wie ein Reisender vor Jahren einmal seinen Bericht betitelt hatte. Wer bereit ist, sich auf das Leben und die Menschen hier einzulassen, wird all dem auch begegnen.
 
Faszinierende Landschaften, bizarre Bergformationen, aride zerklüftete Steilküsten, immergrüne bewässerte Plantagen voller Bananen, Kokosnusspalmen, Zuckerrohr und Gemüse jeglicher Art, große Mangobäume, tiefe Erosionsschluchten, Bergwälder, Oasen, historische Vergangenheit und afrikanisches Ambiente.
 
All das erleben Sie, wenn Sie nicht nur auf den Badeinseln, welche von deutschen und europäischen Charterfliegern angeflogen werden, Ihren wohlverdienten Urlaub verbringen.
 
Bedenkenlos können Sie sich den Propellermaschinen (ATRs) der kapverdischen
Fluggesellschaft TACV anvertrauen und Ihr Inselabenteuer beginnen. Wir möchten Sie mitnehmen auf unsere Reise über SaoVicente in die lebendige Hafenstadt Mindelo, Geburtsort von Cesaria Evora und Kulturhauptstadt der Kapverden. Weiter geht es dann per Schiff in das ländliche Antao und von dort aus weiter nach Santiago, die vielfältigste und zugleich von Ihrer Ausprägung her afrikanischsten Insel der Kapverden. 
 
Nach der eigenständigen Anreise nach Sal ging es am Nachmittag weiter mit der TACV nach
São Vicente. Entgegen der allgemeinen Hinweise, dass die Uhren hier anders gehen und der Flug sich schnell mal verspäten kann kamen wir sehr pünktlich an.
Unser Fahrer stand schon mit einem Schild und unseren Namen am Ausgang und brachte uns sicher und schnell in unser Hotel - Kira`s - mitten in der Stadt.
Die ersten beiden Tage hatten wir nun Zeit den historischen Stadtkern von Mindelo zu erkunden und am Stadtstrand das rege Leben und Treiben der sportlich sehr aktiven jungen Menschen bewundern. Ich habe noch nie so viele schöne Mädels und Jungs auf einem Fleck gesehen. Von milchschokoladenbraun bis zum tiefsten schwarz in knallrosa oder bunt -einfach ein herrliches Bild.
Natürlich durfte auch ein Ausflug auf den Monte Verde nicht fehlen und wir konnten von dort aus weit über die Insel schauen. Anschließend noch ein Abstecher nach Baia das Gatas und von dort aus wanderten wir an der Küste entlang ins Fischerdorf Salamsa, wo uns unser zuverlässiger Fahrer wieder einsammelte und in die Stadt zurück brachte.



Am Abend waren wir auf der Suche nach dem Nachtleben und der so viel beschworenen Musik und tatsächlich fündig geworden. Glücklicherweise waren wir an einem Wochenende in der Stadt und so hatten wir schon fast die Qual der Wahl in welches Restaurant/Bar wir gehen wollten.
Schlussendlich hatten wir uns für das Casa de Morna entschieden und es wirklich nicht bereut.
 
Mit der Morgenfähre ging es schließlich am nächsten Tag nach Santo Antão. Auch dort wartet bereits unser Fahrer aus uns. Er brachte uns über die alte Straße durch das Inselinnere auf der bisweilen wirklich atemberaubenden Bergstrecke vorbei am Cova-Krater auf die andere Seite der Insel nach Ponta do Sol. Dort waren wir in der kleinen Pension von Cecilio bestens aufgehoben.



Der kleine Balkon war bestens geeignet um die Sonnenuntergänge über dem Meer zu genießen und dem Anlanden der Fischerboote und dem Verkauf der Fische zuzuschauen.
Ausgerüstet mit der Antão-Wanderkarte und unterstützt von unseren individuellen Reiseunterlagen, welche wir schon lange vor Reisebeginn von unserem Veranstalter bekommen hatten, stellten wir unser dreitägiges Wanderprogramm zusammen. Die Gebirgswelt von Antão ist schlichtweg spektakulär.



Faszinierende Tal- und Terrassenlandschaften, bizarre Felsspitzen, grandiose Hochgebirgslandschaften. Gewaltige Kesseltäler, wildromantische Schluchten, Häuser die kühn am Berg kleben und bunte Ortschaften. Die Tage gingen viel zu schnell vorbei - leider nicht der Muskelkater der sich nach dem Abstieg vom Cova Krater ins Tal von Paul einstellte. Hätten vielleicht doch besser drauf hören sollen, diese Tour nicht zu Beginn zu machen, oder mehr trainieren und dran denken, dass Antao wirklich Wandern im Hochgebirge bedeutet.
 
Nachdem wir auf dem Hinweg durch das Inselinnere fuhren, ging es nun an der Küste entlang zum Schiff und Weiterflug nach Santiago.
 
Nach nicht mal 50 Minuten Flug landeten wir in Praia. Da wir auch von dieser Stadt noch etwas erleben wollten, hatten wir uns entschieden, hier die erste Nacht auf dieser Insel mitten auf dem Plato (historisches Zentrum der Stadt) zu verbringen. Unser Hotel - Santa Maria - direkt auf der Fußgängerzone war dafür ideal. Nach einem Bummel über das Plato konnten wir auch hier wieder bei Live Musik Abendessen und hatten es nachher nur „einen Sprung“ in unser Hotel. Im Copacabana gibt es übrigens die besten Caipirinhas in der Stadt.
 
Am nächsten Tag hatten wir uns mit unserem Fahrer auf 10:30 verabredet, so dass wir noch einen Eindruck über das morgendliche (Einkaufs-) Leben erhaschen konnten .Was da nicht alles auf dem Kopf befördert wird -schlichtweg beeindruckend, dass die 10 - ja wirklich zehn! - Eierkartons übereinander noch heil im Markt ankommen - bei mir wäre das schon längst nur noch für Rührei zu gebrauchen. Na ja, so hat halt jede(r) andere Qualitäten.
Nach dem Besuch der Cidade Velha - dem Ort an dem die Geschichte der Kapverden begann - fuhren wir in den Inselnorden nach Tarrafal. Mittlerweile reist es sich sehr angenehm wie unser Fahrer versichert. Wo früher nur Pflasterstraßen waren ist heute auf den Hauptstraßen fast alles asphaltiert und so gelangen wir mit diversen Fotostopps - es sind ja nie wirklich genug, da es an jeder Ecke was anderes zu sehen gibt - nach Tarrafal.


 
Unser kleines Hotel direkt am Meer war ideal für die letzten Tage. Eigentlich hätte ja noch ein Schnorchelausflug ins Programm gehört, aber auf den hatten wir lieber verzichtet. Des Schwimmens zwar mächtig, aber lieber mit dem Kopf über Wasser haben wir die Entdeckung der anscheinend faszinierenden Unterwasserwelt doch lieber anderen Reisenden überlassen.
 
Dafür machten wir einen Ausflug zum Markt von Assomada und irgendwo hatte ich mal gelesen: wenn in Assomada das Chaos ausbricht, ist Markttag und das stimmt wirklich. Unbeschreiblich wie voll die Alguer (der öffentliche Verkehr) gepfropft sind mit Waren und Menschen und überhaupt allem, was jemand verkaufen oder kaufen will. Obst und Gemüse in Hülle und Fülle, Hühner, Schnupftabak, Klamotten, Möbel, Stoffe, und...und...und...- bunt, lebendig, quirlig und einfach nur schön. Die letzten beiden Tage verbrachten wir unter der Palme am Meer und ließen das Erlebte ausklingen.
 
Sibylle Schellmann

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