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Südafrika - die Regenbogennation

Ein Reisebericht von Ullrich Angersbach

 
Nach vielen Jahrzehnten der Apartheit ist Südafrika seit 1994 ein demokratisch regiertes Land. Symbolfigur für diesen Wandel zur „Regenbogennation“, in der alle Menschen - egal mit welcher Hautfarbe - friedlich zusammenleben können, ist Nelson Mandela. Zuletzt konnte Südafrika diesen Wandel bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 demonstrieren. Das Land ist recht sicher und bietet großartige Möglichkeiten der Tierbeobachtung in freier Wildbahn. Die Infrastruktur wie Straßen, Stromnetz und Hygiene haben zumindest dort, wo Touristen hinkommen, einen guten Standard. Das Preisniveau für Unterkünfte und Verpflegung ist für Touristen aus Deutschland dank des Wechselkurses zum Euro richtig günstig. Ullrich Angersbach beschreibt hier seine Reise durch Südafrika.
 
In Südafrika tauche ich in eine andere Welt ein. Starnberg, meine Consultingtätigkeit als Vertriebsberater für Fondsmanagement-Gesellschaften, die Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule oder mit ehemaligen Matuschka-Mitarbeitern ist nun weit weg. Selbst die Erinnerungen an ein Gartenfest mit Flüchtlingen verblassen unter den Eindrücken der afrikanischen Sonne und der weiten Landschaften. Hier in Afrika liegt die Wiege der Menschheit, von hier stammen wir alle ab. Von hier brach der Homo sapiens auf und  folgte den Tierherden nach Norden, als die Eismassen in Europa zu schmelzen begannen. Alle anderen Menschenarten wurden von uns ausgerottet oder wir habe ihre Gene durch Kreuzungen in uns aufgenommen. So wurde es mir zumindest in einem wissenschaftlichen TV-Film dargestellt. Vielleicht ist es dieses „it feels like coming home“, das den Zauber von Afrika ausmacht.

 
Courtesy of www.AirPano.com




Die Reiseroute von Ullrich Angersbach durch Südafrika

Die Shishangeni-Lodge im Krüger-National-Park, Mpanamana Consession


Hier heißt es aufpassen, dass einem nicht die frechen Affen das Essen vom Tisch klauen. Ständig versucht das Personal sie zu verscheuchen. Doch sie kommen wieder und - wenn sie erfolgreich sind - erhalten sie Beifall von den amüsierten Gästen. Früh am Morgen geht es dann mit dem 4x4 Safari-Fahrzeug in die Wildnis zur Foto-Jagd auf die „Big 5“: Elefanten, Büffel, Löwen, Leoparden und Nashörnern.


 
Dort kann man auch Zebras, Antilopen und Giraffen sehen. Erstaunlicherweise gehören die eleganten Giraffen nicht zu den „Big 5“, obwohl sie ja viel größer als alle anderen Tiere Afrikas sind.
 

Die Reilly’s Rock Hilltop Lodge in Mlilwane Wildlife Sanctuary, Ezulwini Valley, Swaziland


Swasiland ist seit 1968 unabhängig von Großbritannien und die letzte absolutistische Monarchie in Afrika. Der Monarch hat eine Vielzahl von Frauen, die typischerweise je eine wichtige Familie am Hofe repräsentieren. Obwohl das Land zu einem der ärmsten Länder der Welt gehört, betreibt der Hof einen luxuriösen Aufwand. Auch ist Swasiland hochgradig HIV-verseucht. All das konnten wir in unserem Reiseführer lesen. Doch gesehen haben wir davon gar nichts. Unsere Logde ist im Kolonialstil gebaut und liegt inmitten eines botanischen Gartens mit vielen Vögeln. Hier lassen sich kleine Wanderungen auf eigene Faust unternehmen. Das Personal der historischen Lodge, wo einst Prinz Bernhard der Niederlande Stammgast war, ist gepflegt, sehr freundlich, kocht ausgezeichnet und spricht gutes Englisch. Hier ist die Welt in Ordnung. Beeindruckend war auch der rituelle (Touristen-)Tanz eines traditionellen Heilers im „Swasi-Kulturdorf“. 


 

 
Dieses Open-Air-Museum wird auch von Schüler aus Swasiland besucht, um sie mit den Wurzeln ihrer alten Kultur vertraut zu machen. Beim Besuch des kleinen Malenga-Wasserfalls wurden wir Zeuge der Entstehung eines Werbespots, der gerade für DHL gedreht wurde.
 

Die White Elephant Safari Lodge in Pongola, KwaZulu Natal


Diese Loge bleibt unvergesslich! Hier könnte der Film „Jenseits von Afrika“ gedreht worden sein. Die Rezeption und der Essbereich sind mit Jagdtrophäen und Erinnerungsstücken aus alter Zeit geschmückt. Aber auch der Service ist kaum zu überbieten.
 
Erstes Beispiel: wir kommen von einem abendlichen Game Drive in die Lodge zurück. Auf einem roten Teppich wartet schon eine Person auf uns, die uns freundlich lächelnd ein Erfrischungstuch und anschließend einen Drink reicht.
 
Zweites Beispiel: nach dem Abendessen sitzen wir an einem romantischen Lagerfeuer. Schließlich gehen wir zu unserem Zelt-Bungalow. Dort erwartet uns unverhofft, eine Badewanne mit warmen Wasser. Auf dem Badewasser schwimmen Rosenblätter. Im Bett befindet sich schon (unaufgefordert) eine Wärmflasche. Nachts kann es hier nämlich recht frisch werden.
 
Wer will, kann auf dem Pongola-Stausee eine Paddeltour unternehmen. Allerdings sollte man dabei nicht kentern, denn im Wasser warten schon geduldig Krokodile. Weniger abenteuerlich ist dann schon ein Game Drive durch eine „Elephant-Disco“. So werden Baumgruppen bezeichnet, die gerade von einer durchziehenden Elefanten-Herde verwüstet wurden.
 

Die St. Lucia, Kingfisher Lodge in St. Lucia Estuary, KwaZulu Natal


Dort hieß es für Ullrich Angersbach und seine Begleitung: „Achtung Flusspferde!“ Bei Einbruch der Dunkelheit kommen diese aus dem Wasser und schlendern durch die Straßen und Gärten. Begegnungen zwischen Flusspferden („Hippos“ genannt) und Menschen sollen häufiger zu Todesfällen geführt haben, als bei jedem anderen Tier. Doch tagsüber liegen sie faul im Wasser oder am Ufer. So kam man mit dem Boot nahe an sie heranfahren und schöne Fotos schießen.





 Der weiße Sandstrand nahe von St. Lucia lädt zu Spaziergängen und einem Bad ein.
 

Das Ocean View House in Camps Bay, Bakoven


Kapstadt ist anderes als das typische Afrika! Es beginnt mit der Luft. Sie ist frisch aber angenehm. Das Klima ist hier das ganze Jahr über meist mild. Hier leben mehr Mischlinge und Weiße als sonst wo in Afrika. Die Victoria & Alfred Waterfront mit Restaurants und Geschäften ist ein beliebter Touristentreffpunkt.


  
Das gilt auch für den Tafelberg, an dessen Fuß eine Seilbahn beginnt. Dort bilden sich oft lange Warteschlangen. Allerdings ist die Alternative eine etwa dreistündige Wanderung zum Hochplateau. Oben angekommen, hat man einen wunderbaren Blick, vorausgesetzt, dichter Nebel (auch „Tafeltuch“ genannt), bedeckt nicht gerade die Bergspitze.
 
Unser Hotel, Ocean View House, lag direkt vor den „Zwölf Aposteln“, einer malerischen Bergformation nahe dem Tafelberg und ist empfehlenswert. Ein kurzer Besuch im farbenprächtigen Malaien-Viertel sollte wegen der vielen schönen Fotomotive nicht ausgelassen werden.


 
 Empfehlenswert sind auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. So kann man zu dem Blueberg-Strand heraus fahren und den wagemutigen Kite-Surfern zusehen, dies ist eine tolle Gratis-Show!


 
Nach Robben Island, wo einst Nelson Mandela 27 Jahre(!) im Zuchthaus eingesperrt war, kommt man nur, wenn man möglichst frühzeitig bucht. Das hatte ich versäumt. So war Zeit für eine Besichtigung von Groot Constantia, dem berühmten alten Weingut, dessen Anfänge auf das Jahr 1685 zurückgehen.
 


Markant ist auch das „Kap der Guten Hoffnung“. Dort befindet sich ein Wegweiser, der zeigt, dass es von dort beispielsweise 9.575 km nach Berlin sind.

 

In der Wal-Season  zwischen Juli und November sollte man unbedingt zu dem ca. 110 km südöstlich von Kapstadt gelegenen Hermanus fahren. Dort braucht man nicht einmal an einer Bootsfahrt teilnehmen. Die Wale kommen hier ganz nahe ans Ufer und sind gut zu fotografieren.


 
Organisiert wurde diese wunderschöne Reise von Frau Ilonka Haarmann-Urena iitravel@iafrica.com. Ihr gilt ein besonderer Dank!
 
Anmerkung: Dieser Artikel stellt keine Reiseberatung dar, sondern gibt lediglich die Meinung von Ullrich Angersbach wieder. Für die hier dargestellten Fakten wird keine Haftung übernommen. Lese mehr über die Reisen von Ullrich Angersbach auf seinen Blog.

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