weareaway - die christliche Reisecommunity

Willkommen auf dem Blog von Sarah Nadge 





 

In mir 


Ich bin gerade mitten im Sachen verkaufen, mein Zimmer kündigen, Steuererklärung abschließen, Verträge kündigen, verschenken, Visum beantragen, Kurse leiten, beten, deutschen Sommer genießen, Gott loben und Sachen wegschmeißen.
Aber von vorn.
Letzten Sommer habe ich das Lukasevangelium gelesen , in dem sooft steht: „Den Armen gehört das Himmelreich… Verkauft alles und folgt mir nach.“
Ja, Jesus , wenn ich das glaube was du sagst , dann will ich dir glauben, dass du das immer noch ernst meinst. Ich will es mir nicht bequem machen. Aber so n Zimmer zu haben ist doch ein Grundbedürfniss des Menschen…und … warum machen das nicht alle, die Jesus nachfolgen?

Mein Gebet war: „Jesus, wenn du das willst, dass ich alles verkaufe, dann mach, dass ich das auch will.“

Und Gott nimmt mich ernst.In Thailand letzten November 2016 habe ich mich dann intensiv damit beschäftigt vielleicht einer Organisation beizutreten, damit ich jesuszentrierte Tanz und Bewegungsmeditationen leiten kann, ohne dazwischen wieder andere Minijobs zu machen, um über die Runden zu kommen.

Dazu habe ich einige Leute der Shekina Community ( christliche Gemeinschaft) ausgefragt, warum sie in einer Organisation sind? Ob sie ein spezielles Berufungserlebnis gehabt hätten, dass sie nun von Spenden leben?R. eine Freundin in Pai meinte : „Ja, es ist ein demütigender Lebensstil.“ Zu empfangen. Von Leuten, die mit der Sache vor Ort vielleicht nichts direkt zu tun haben. Hmmm… Jesus betont ja immer wieder , dass wir demütig sein sollen. Wenn mich ein Lebensstil demütig macht, dann ist der doch für mich sehr erstrebenswert…
H. meinte: “ Alles Geld gehört Gott.“

Ja! Stimmt, eigentlich glaube ich das auch. Was hat das eigentlich für Auswirkungen auf mein Umgang mit Geld? Wenn das alle glauben würden, wäre es doch auch nicht mehr so demütigend von Spenden zu leben;-)Hah!

An einem Sonntag saß ich mit Jesus am Tisch und ich erzählte von meiner finanziellen Sorge… wie das alles gehen soll, und Jesus sagte: “ Sarah, das ist mir wichtig. Es ist mir wichtig mit dir  darüber zu reden, weil es um dein wohl geht.“

WoW!Und ja, es hat sich nicht gleich geklärt für mich, aber ich wusste Gott kümmert sich drum. Ihn bewegt, was mich bewegt.Am letzten Abend in Thailand meinten 2 andere Freundinnen der Gemeinschaft: „Sarah! Von was lebst du eigentlich? Wenn du zu einer Organisation gehst, dann sind wir die Ersten, die dich unterstützen! Asien braucht dich!“ Das war so eindrücklich, da ich sowiso mit dem Gedanken spielte.
 
Am 1.1.2017 hab ich mit M. (Leiterin der S. Community Goa) ganz lang geredet und geträumt was alles möglich wäre: Zusammen rumzureisen, von Jesus zu erzählen , Bibelmeditationen und Tanzmeditationen anzubieten…
Aber wie!

Ich will nicht unter einem Baum schlafen in Indien.
Im Februar hab ich mich mehr und mehr gefragt, was ich im Mai mache, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme. Wieder Roestbar? Und einzelne Tanztheaterkurse? Ich streckte meine Fühler aus und schrieb einige Bibelschulen und Gmeinden an, ob sie vielleicht Interesse hätten mich für Vorträge und oder Tanz und Bewegungsmeditationen einzuladen.
Ich merke, dass in Deutschland die Türen diesbezüglich noch sehr verschlossen sind. Ich glaube die Zeit in Deutschland kommt noch.
 
Ich erinner mich an ein Tag, an dem ich innerlich sehr gekämpft habe. Nachdem ich verstanden hatte, dass Leute die von einer Organisation unterstützt werden Krankenversicherung, Rentenversicherung und Sozialversicherung bekommen fand ich die gar nicht mehr so radikal. Da war ich ja viel radikaler!
Ich war eigentlich immer ganz stolz drauf, dass ich 6 Monate arbeite und dann davon leben kann um zu reisen und von Jesus zu erzählen. Auf einer Serpentinenbusfahrt von den indischen Teebergen runter merkte ich, dass ich noch einen andern Gott neben Gott hatte. Der Radikalitätsgötze.

Und ich merkte, es gibt kein zurück mehr. Ich wollte Gott Alles geben. Ich weinte. Weil ich wusste es hat sich was verändert.In mir.(Gerade jetzt sehe ich einen Regenbogen aus meinem Fenster und spüre eine tiefe Dankbarkeit. Regenbögen sind für mich besondere Zeichen von Gott, dass er mich sieht)

In dem ganzen Gedankenprozesskuddelmuddel bekam ich eine Nachricht von meiner Mutter, dass mein Opa an seinem 90. Geburtstag für seine Enkel im Ausland ein Spendenaufruf initiiert hat, und mir würde ein großer Betrag zuteil werden. In dem Moment stiegen mir Tränen in die Augen und ganz tief in mir breitete sich ein Gefühl von Wunder aus. Gott geht mir entgegen. Ich hatte noch mehr als genug an dem Tag. Und Gott sorgt schon jetzt für mich in der Zukunft. „Schau, Sarah, ich versorge dich.“ Wie kann ich diesem großen Gott nicht vertrauen?

Ich kann nicht anders, ich muss es wagen!
Ich will!

Danach ging es nach Varanasi. Währenddessen hatte ich schon auch öfter Münster- Deutschland Heimweh. Es ist nicht so, dass mich das alles gar nichts kostet.
Aber ich wusste von Gott es geht nochmal weiter im April. In Varanasi, die älteste Stadt Indiens lebte ich mit 2 Amerikanerinnen in einer jesuszentrierten Gemeinschaft. Ein wunderschöner alter Hof mit einem uralten riesen Mangobaum in der Mitte. Vom Dach konnte man über den ganzen Ganges sehen! Die Zwei gleichaltrigen Frauen inspirierten mich, nicht alleine reisen zu müssen. Sie haben es auf dem Herzen so wie in der Apostelgeschichte, alles zu teilen und verantwortlich füreinander zu sein. Erst dachte ich sie seien lesbisch, da diese Nähe so ungewöhnlich ist. Das denken anscheinend Mehrere;-)
Sie haben zusammen ein Konto, reisen seit 3 Jahren zusammen…
und erleben unglaubliche Dinge mit Gott.

In der Zeit bewarb ich mich auf eine Stelle wieder als Barista ( Kaffeemacher;-) , aber sie brauchten gerade niemanden im Cafe. Mist, mein Plan B ging auch nicht auf. Und Jetzt? Ich wachte auf und war so unruhig, fühlte mich so unsicher!! Jesus, ich brauche deine Bestätigung! An dem Tag waren diese Verse in den Losungen:
Lasst uns doch den HERRN, unsern Gott, fürchten, der uns Frühregen und Spätregen gibt zur rechten Zeit und uns die Ernte treulich und jährlich gewährt.
Jeremia 5,24 Gott hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
Apostelgeschichte 14,17
Mehr brauchte ich nicht. Heute habe ich genug.
Dann war da wieder Friede.In mir.Die Saison in Varanasi war vorbei und ich zog weiter mit dem Zug 30 Stunden in den Norden nach Daramshala.Wo Dalai Lama wohnt. Und wohnte in einer weiteren Shekina Community in den Bergen auf 2600 m Höhe. Herrlich!!Ich durfte die Gemeinschaft leiten, weil die Leiter nach Deutschland mussten da sie bald ein Baby bekamen.
Den ganzen März und April war ich so dankbar und Freude erfüllt, wie ich es selten so am Stück kenne;-) Obwohl alles so unsicher war, wie es weiter geht.
In den letzten 2 Wochen in Dharamshala kam noch die 2 Amerikanerinnen dazu und auf einer langen Waderung auf 3100m hoch beantwortete mir L. alle Fragen, die ich hatte.
Wie macht ihr das mit der Krankenkasse?
L. : “ Wir haben keine, manchmal sagt mir der Heilige Geist ich werde zu Hause gesund und manchmal gehe zum Arzt.“
„Und? hattet ihr schon mal kein Geld?“
L. : „Ja , in Israel. Da ist alles sehr teuer. Wir hatten nur noch 10 Dollar auf´m  Konto. Dann haben wir lobpreis gemacht. Gott angebetet. Ein Mann kam rein und hat von seinem Traum von Gott erzählt, er solle für uns Fisch kochen in Öl mit Wein. Wir haben zusammen bei ihm gegessen und am Abend waren 800 Dollar auf m Konto.“
WoW! Mehr brauchte ich nicht. Das lässt mich atmen und fröhlich sein! Das macht mir so Mut!
Wenn wir so abhängig von Gott leben, dann müssen wir Wunder erleben!
Immer wieder denke ich an den Zuspruch von einer Frau: “ Sarah , du wirst in andere Länder reisen und ein Baum sein unter dem Viele Schatten finden. Deine roten Zahlen werden sich in Schwarze verwandeln.“ (Sie kannte mich gar nicht)
Auch wenn ich meine Tagebücher von Anfang 20 durchlese sagte Gott immer wieder: „Geld spielt keine Rolle.“
 
Zwei Sachen in mir standen mir noch im Weg.
Als ich ca. 8 Jahre war fragte eine Freundin unserer Familie meine Eltern, ob sie ihr Auto ausleihen könnte. Sie hatte ein geringes Einkommen, 2 Töchter, keinen Mann und lebte in einer kleinen Wohnung.
Ich damals : “ Die hat`s ja mal überhaupt nicht drauf. Die hat noch nicht mal n Auto.“
Mit 27 wohnte ich in einer sehr schrecklichen WG und ein Mitbewohner war 47 hatte eine 12 jährige Tochter, um die er sich nicht kümmerte, nahm Drogen und hörte 24 Stunden Goa Musik und.. hatte keine Krankenversicherung.
Ich Damals (  noch nicht sooo lang her) : „Wow, der hat ja wohl den Schuss nicht gehört! Der hat checkt´s halt einfach nicht!“
Gott schenkte mir Erkenntnis. Erstens musste ich mich bei Ihm entschuldigen, dass ich gerichtet und verurteilt habe und zweitens habe ich gemerkt, was für Ängste ich habe als Versagerin dazustehen. Einen so komischen Lebensstil zu wählen, vielleicht aus Versagen heraus, dass ich mit dem deutschen System nicht zurecht komme.
Damit bin ich dann in Gottes Licht gekommen.
Ich habe keine Kinder, ich nehme keine Drogen und ich habe nichts gegen das deutsche SystemGott ist so gründlich. Es geht ihm um mein Herz, was noch Schatten wirft. Und er ist so sanft darin das aufzudecken und anzuschauen und zu verändern.

Dann kam ich an, in Deutschland, Düsseldorf. Und schon an der Gepäckausgabe hatte ich eine Sprachnachricht von einer guten Freundin, die während dieser intensiven Zeit viel für mich betet. „Sarah, ich sehe so ein Bild. Links ist ein trockener Holzstapel und rechts ist die große Hand Gottes die ein Feuer trägt. Das Feuer wird weggetragen.“

Das war sehr bestätigend. Die Flamme wird von Gott an andere Orte getragen, darf entzünden und Er selbst ist die nährende Glut.

Als ich in Münster in meinem Zimmer ankam fühlte ich mich innerlich schon weiter, als mich jetzt wieder einzurichten und auszupacken.

Es hatte sich viel getan und ich wusste, es ist nicht mehr meins.In mir.
 Ich bin immer noch viel im organisieren, einjahres Visum für Indien, Flug nach Israel, Alles verschenken und verkaufen, Krankenkasse?!…

In dem Ganzen wird Gott nicht müde mich zu bestätigen. Sogar in Deutschland darf ich in meinen 2 1/2 Monaten einige Kurse in Tanzmeditation leiten und Menschen in Gottes Gegenwart leiten durch ihre Bewegung.

Was für ein Privileg!

Kurse in Lemgo, Kempten (Allgäu), Thüringer Wald noch Tanztheaterkurse mit Jugendlichen in Witten und Münster.Als ich 13 war, sagte mein Pastor: „Sarah du wirst Räume schaffen durch und mit Kreativität und Leute werden dadurch frei und heil.“
Und 20 Jahrespäter höre ich diese Sätze von den Teilnehmern aus den Tanz- und Bewegungsmeditationen. Wow!Und Gott allein die Ehre dafür! Ja, ich will!!- mich vom Heiligen Geist leiten lassen, Menschen von meinem Geliebten erzählen. Der, der frei macht, meine Füße auf weitem Raum tanzen lässt.

Und in dem Ganzen darf ich stille sein und er streitet für mich. Es entfaltet sich vor mir.

Der Weg zum Leben und der Fülle deren Konsistenz ich oft spüren darf.

Und dann liegen wieder plötzlich 50 Euro in meinem Tanzmeditationsvorbereitungsheft, als ich es aufschlug. Und so viel mehr.

Er sieht mich, er sieht mein Dienen und schätzt es wert.

Ja, ich will eine gute Dienerin sein.

Am 15.Juli geht es los von Frankfurt nach Israel. Für diese Zeit kommt Corinna eine gute Freundin aus münster mit. Ich hab auf´m Herzen in Jerusalem ins Gebetshaus zu gehen. Zu sein wer ich bin , wenn`s Tellerwaschen ist, anbeten oder selber Tanzkurse anbieten. Mal sehen. Selber auch Tanzunterricht nehmen, wie so eine Fortbildung und in Eilat ein christliches Guest House besuchen. Vielleicht ergibt sich eine Zusammenarbeit.

Und September wieder Nordindien in der Shekina Gemeinschaft. Usw.

Gott weiss.

Und das ist meine Freude!Achso, ich habe immer noch nicht den Impuls mich einer Organisation anzuschließen.
Vielleicht kommt das noch irgendwann, jetzt erstmal nicht.
Danke so sehr für`s zuhören.Danke, dass du interressiert bist an meinem Leben.

Sei gesegnet mit der Liebe des Höchsten, der dir täglich sagt, dass er wohlgefallen an dir hat!Ich umarme euch von Herzen!!!

Liebst, Eure Sarah
 





Sarah Nadge


Sarah Nadge, Lehrerin und Performerin, wurde in Berlin geboren und erhielt 2004 ihr Fachabitur in Gestaltung in Augsburg. Nach 9 Monaten Au Pair in Frankreich (Bordeaux), entschied sie sich für eine 4-jährige Tanzausbildung in Vancouver (Kanada) auf der christlich geprägten Tanzschule Dance Barn Studios 2005-2009. 2009 arbeitete Sarah als Choreographin im Kindertheater Akarena in Berlin und studierte darauf Theaterpädagogik in Lingen 2010-2013. Seit 2013 ist sie freiberuflich tätig und unterrichtet seit dem zahlreiche Tanz- und Theaterkurse auf Festivals, in Schulen, Gemeinden und Gemeinschaften. 2015 fing Sarah in einer christlichen Gemeinschaft (Goa) an, jesuszentrierte Tanzmeditation zu entwickeln und leitet nun Kurse in Indien, Thailand, Deutschland und Israel.

Als Performerin ist Sarah Nadge einTeil der Tanzcompany „Tipping Point“. Zudem trat sie bei Konzerten von Peter Tégner, Arava Gal und Eleonora Saur (Indien) auf. In ihren eigenen Werken, „Alles Gut“2015, „Indignation“2016, etc., arbeitet sie mit biographischen Elementen, Floorwork und Kontaktimprovisation. Sarah´s Stücke gehen  aus einer innigen Gottesbeziehunghervor, entwickelt im tiefen Dialog mit ihrem Schöpfer.

Zur Zeit reist Sarah in der Welt herum, um Menschen durch Tanz und Bewegung in die Gegenwart Gottes zu führen.
 

Für den 23.04.2019
1.Mose 6,7-8
Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe! Noah aber fand Gnade vor dem HERRN.

Hebräer 11,6-7
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muß glauben, daß er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird. Durch Glauben baute Noah, als er betreffs dessen, was man noch nicht sah, eine Weissagung empfangen hatte, in ehrerbietiger Scheu eine Arche zur Rettung seines Hauses; durch ihn verurteilte er die Welt und wurde ein Erbe der Glaubensgerechtigkeit.
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